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Der Nektar deines Herzens

Vertrauen, Hingabe und Gnade - die Wegweiser des Kolibris

Dein Herz birgt einen Lichtsamen, der sich auf deiner seelischen Reise entfalten kann. Er keimt, wächst zu einem Licht-Pflänzchen und bringt eine ganz besondere Blüte hervor – deine Persönlichkeit, deine Gaben und Talente. Diese Fähigkeiten und Besonderheiten liegen in deiner wahren Natur.

Die Entfaltung deiner Fähigkeiten führt dich auf den Pfad des Kolibris.

In der Andentradition steht der Archetyp des Nordens, der Kolibri, für ein tiefes Vertrauen in deine innere Führung, in deinen Lebensweg als großes Mysterium. Die Paqos sagen, dass wir mit zwei Büchern geboren werden – dem goldenen Buch, das bereits geschrieben ist und dem silbernen Buch, das wir selbst schreiben. Ein großer Teil unseres Seelenweges ist bereits festgelegt – nur Pachamama kennt unseren Weg. In ihr führen alle Wege zusammen. Der Kolibri führt dich sanft in die Fähigkeit zur Hingabe ein. Er zeigt dir, was es bedeutet dir selbst zu vertrauen und deinen inneren, aus der Tiefe kommenden Impulsen zu folgen. Diese Hingabe ist sehr wertvoll. Sie gibt dir Halt und Vertrauen, wenn du dich in Momenten des Wachstums befindest und vielleicht emotional über dich und deine Sichtweisen hinauswachsen musst.

Hingabe und Vertrauen gehören zusammen und schenken dir Gnade, wenn du dich für beide öffnest. Die Hingabe verlangt dein Vertrauen in einen Weg, den du noch nicht kennst. Gnade wird dir von Pachamama geschenkt, wenn dir wichtige Wegweiser platziert werden wie Begegnungen, Gespräche, Erlebnisse.

Der Kolibri Siwar Q´ente (grüner Kolibri) oder Q´omer Q´ente (brauner Kolibri) genannt, verbindet dich auf diese Weise mit deinem Herzen und du beginnst deinen inneren Nektar zu entdecken.

 

Nektar entwickeln

Der Kolibri spielt im Flug.
Der Kolibri spielt im Flug.

Nektar entsteht durch deine Selbst-wertschätzenden und klaren Gedanken, deine Gefühle und den daraus resultierenden Handlungen. Nektar ist deine Energie der Selbstliebe und Wertschätzung, wenn du lernst den Impulsen deiner wahren Natur zu folgen. Nektar kann auch zirkulieren, wenn du zu deiner eigenen Wahrheit stehen und diese verkörpern kannst. Du weißt dann, dass dein Handeln genau richtig ist. Es gibt kein Bedürfnis zur Rechtfertigung mehr oder gar den Drang andere von deiner eigenen Wahrheit zu überzeugen. Du weißt es und das reicht dir.

Die Paqos sagen, dass wir Nektar produzieren, wenn wir aufhören nach Antworten im Außen zu schauen. Wenn wir nicht mehr auf die Meinungen anderer angewiesen sind. Dies bedeutet für die Paqos, sich selbst seelisch zu nähren und die Bestätigung, die wir im Außen suchen, in uns selbst zu finden.

Wir beginnen Nektar zu produzieren, wenn wir aufhören anderen gefallen zu wollen, aufhören uns selbst wegzugeben, indem wir unserer Intuition misstrauen – wenn wir aufhören vor dem zu flüchten, was in uns steckt, sagen sie.

Nektar wird auf Quechua Ñukch´u genannt und birgt eine ganz individuelle Süße. Diese Süße erkennen wir ganz unbewusst, wenn wir uns in der Gegenwart einer Person wohl fühlen und spüren, dass sie innerlich leuchtet, stark ist und ein echtes Selbstvertrauen entwickelt hat.

 

Hummingbird-Garden

Der Kolibri steht für Verspieltheit und Freude und tiefes Vertrauen, dass die süßen Blüten aus denen er trinkt immer ausreichend vorhanden sein werden.

Im Kolibri-Garten in Costa Rica konnte ich die Herzenskraft der Kolibris ganz nah erleben. Hunderte der kleinen bunten Vögel surrten durch die Luft und verzauberten jeden, der den Platz mit den Zuckerwasser-Tränken betrat.

Sie setzten sich sogar auf meine Hände, um gemütlich einen großen Schluck Nektar mit ihrer langen Zunge zu schlürfen. Überall berührten sie mich und flogen mit einer enormen Geschwindigkeit akrobatisch um meinen Kopf. Dabei surrten und piepsten sie wie kleine Elfen. Zwei, drei, vier Kolibris – klein, groß, grün und bunt saßen mit ihren kleinen Krallen und ihren wenigen Gramm Körpergewicht auf meinen Fingern. Ich konnte jede einzelne Feder erkennen und sie schimmerten in allen Regenbogenfarben. Ich verdrückte ein paar Tränen über dieses große Glück, knipste 1400 Fotos und verbrachte Stunden in diesem Garten.

Dabei konnte ich viele Gäste und den Einfluss der Kolibris auf sie beobachten. So kam eine junge Familie aus Kalifornien in den Garten. Mama und die beiden Kids waren voller Freude, aber Daddy grummelte und hatte offensichtlich überhaupt keine Lust auf diese tierische Erfahrungl. Immer wieder musste er seine Kids hochheben, damit sie ihre Hände vor der Tränke platzieren konnten. Nach einer halben Stunde Kinder-Action stellte er sich müde an den Rand des Geschehens. Doch dann beobachtete ich, wie er sich heimlich doch einer der Tränken näherte, seine Hand platzierte und dem nächsten Kolibri einen gemütlichen Platz anbot. Dann noch einer und noch einer. Dann wechselte er die Tränke und als wir eine Weile später nebeneinander standen sagte ich offen, wie fantastisch ich diese Begegnung mit den Tieren fände. Er schaute auf und sagte: „Yes, awesome, bei mir ist sogar der große blaue Kolibri gelandet – der scheue, der sich nicht an all die anderen herangetraut hat!“

„Really?“, entgegnete ich, „Lucky you!“

Sein Grinsen im Gesicht war breit und hell. Seine muffelige Laune hatte bei all den kleinen elfenhaften Piepmätzen überhaupt keine Chance.

 

Die Kolibris berühren uns im Herzen und lassen noch so harte Krusten schmelzen.

Sie führen uns auf den Weg zu uns selbst.

Sie wecken unsere seelische Energie auf.
Sie zeigen uns, wie sich unsere innere, natürliche Freude anfühlt.

Diese zu spüren ist das, was unser Leben zu einem berührenden Abenteuer werden lässt.

 

LOVE Madita

 

Kontakt

Madita Böer
Bremen

mail@maditaboeer.de
0179-8210094

Nature is within you!

Ich gehe seit 2010 den Weg einer Pampa Mesayok.

Das ist Quechua und bezeichnet in der Andentradition einen Menschen, der mit den Kräften der Natur arbeitet.

Auf diesem Weg geht es darum, durch das Erkennen und Fühlen der Schönheit der Natur, die eigene innere wahre Natur wieder zu spüren und das Leben und den Alltag in dieser Gnade zu meistern. Mit jedem Berg, mit jedem Fluss, mit dem wir sprechen, sprechen wir zu den Bergen und Flüssen in uns.